Datum
24.09.2026
Titel
„Deutschland, welche Pflege willst du?“ Bundesverband Pflegemanagement erhebt fünf Kernforderungen im Rahmen der gemeinsamen Kampagne des Deutschen Pflegerates
Text

Der Deutsche Pflegerat (DPR) setzt mit seiner Kampagne „Deutschland, welche Pflege willst du?“ hier ein unmissverständliches Zeichen. „Als Mitgliedsverband im DPR schließen wir, der Bundesverband Pflegemanagement, uns dieser Initiative aus voller Überzeugung an: Denn eine starke Versorgung gelingt nur, wenn Pflegefachpersonen nicht nur verwalten, sondern aktiv mitentscheiden dürfen. Der Wandel der Pflegelandschaft darf nicht über die Köpfe der professionell Pflegenden hinweg entschieden werden – und nicht das Versorgungssystem gefährden“ betont Sarah Lukuc, Vorsitzende des Bundesverbandes Pflegemanagement.

Pflege ist kein reiner Kostenfaktor

Besonders im Klinikalltag zeigen sich die Folgen verfehlter Finanzpolitik dramatisch: Durch die Deckelung des Pflegebudgets und neue Einsparzwänge werden notwendige Personalkapazitäten beschnitten. Die Folge sind weitere Arbeitsverdichtung und schrumpfende Handlungsspielräume im Pflegemanagement. Wenn professionell Pflegende in den Notaufnahmen und auf den Stationen nur noch Mangel verwalten dürfen, leidet zwangsläufig die Patientensicherheit.

Das PNOG und das GKV-Spargesetz dürfen nicht dazu missbraucht werden, Versorgungsengpässe zur dauerhaften Sparnorm zu erklären. Was Kliniken und Pflegefachpersonen brauchen, ist verlässliche Refinanzierung, Planungssicherheit und die Freiheit, Versorgungs- und Entlassprozesse fachlich autonom zu gestalten.

Professionalisierung braucht Gestaltungsmacht

Unsere zentrale Überzeugung dabei lautet: Professionalisierung braucht Gestaltungsmacht.

Gerade vor dem Hintergrund des GKV-Spargesetzes und des noch ausstehenden PNOG wird deutlich: Gesetzliche Vorhaben dürfen sich nicht auf die Verwaltung von Budgets oder rein administrative Anpassungen beschränken. Was die Profession Pflege jetzt braucht, ist eine echte Stärkung ihrer Autonomie, verlässliche Personalschlüssel und eine nachhaltige Finanzierung statt ständiger neuer Sparmaßnahmen.

Die Vorstandsmitglieder des Bundesverbandes Pflegemanagement bringen die Kernforderungen im Rahmen der DPR-Kampagne auf den Punkt:

  • Gestaltungsspielraum statt Mangelverwaltung: „Pflegemanagement ist nicht dazu da, Mangel zu verwalten, sondern Versorgung zu gestalten.“ (Sarah Lukuc, Vorsitzende des Bundesverbandes Pflegemanagement)
  • Sitz am Entscheidungstisch: „Pflegeprofession und Pflegemanagement gehören an jeden Tisch, an dem über die Zukunft unserer Versorgung entschieden wird.“ (Hans-Josef Börsch, Stellv. Vorsitzender Vorsitzende des Bundesverbandes Pflegemanagement)
  • Echte Entscheidungsmacht: „Mehr Verantwortung für die Pflegeprofession funktioniert nur mit echter Entscheidungsmacht.“ (Marie-Luise Gaßmann, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Pflegemanagement)
  • Verlässlichkeit: „Wer Professionalisierung verspricht, darf gleichzeitig nicht ihre Voraussetzungen abbauen.“ (Peter Koch, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Pflegemanagement)
  • Nachhaltige Rahmenbedingungen: „Professionelle Pflege braucht Personal, Qualifikation und Finanzierung – nicht immer neue Sparrunden.“ (Simon Jäger, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Pflegemanagement)

Gemeinsam Haltung zeigen für eine starke Pflegeprofession!

Ob am Patientenbett, in der Leitungsebene oder in den politischen Verhandlungen gilt: Pflege ist kein Kostenfaktor, der nach Belieben gekürzt werden kann, sondern das Rückgrat unseres Gesundheitswesens. Wir fordern eine Politik, die Kompetenzen anerkennt, Arbeitsbedingungen schützt und der Praxis die notwendige Gestaltungsmacht einräumt.

Professionalisierung darf nicht nur als Schlagwort dienen, sondern die Politik muss endlich die strukturellen Voraussetzungen schaffen, damit Pflege ihre volle Kompetenz zum Wohle aller Menschen entfalten kann.

Wir, der Bundesverband Pflegemanagement, wird daher in diesem Herbst der Reformen die Leitfrage „Was braucht eine starke Pflegeprofession?“ aus Sicht des Pflegemanagements in den kommenden Wochen bis zum Deutschen Pflegetag vertiefen.

Sie möchten mehr überunsere Positionen und aktuelle Reformen erfahren. Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder folgen Sie uns auf Instagram und LinkedIn, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Gestalten Sie die Zukunft der Pflege mit uns!

Seien Sie am 11.11.2026 ab 14 Uhr mit dabei, wenn der DPR mit uns und anderen Pflegeorganisationen vor dem Bundesgesundheitsministerium in Berlin demonstriert – für eine starke Pflegeprofession und eine sichere Versorgung.

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